Tot oder lebendig ? 

Es existieren so viele Ernährungsformen und Diäten, wie beispielsweise Low Carb oder High Carb, Paleo-Diät, Atkins-Diät, makrobiotisch oder natürlich die rohköstliche Ernährungsweise. Ich möchte keiner dieser Ernährungsformen schlecht reden. Für mich persönlich habe ich jedoch eine Entscheidung getroffen, welche mich seit über 10 Jahren begleitet. An einem einzigen Tag habe ich entschieden , dass der Hauptteil meiner Nahrung “roh“ sein wird. Diese Überzeugung hat mein Leben stark geprägt. Meine allgemeine Gesundheit hat diese Entscheidung auf jeden Fall positiv beeinflusst und mein Körpergefühl hat sich stark verbessert. Auch meine Einstellung zu Mensch, Tier und der Natur, wurde durch meine Lebensweise immens beeinflusst. Ich wurde sozusagen „sensibilisiert.“

Je länger man hauptsächlich von Pflanzen lebt, desto mehr vollzieht sich ein Prozess in der gesamten Lebenseinstellung. Man wird automatisch bewusster und empfindet mehr Respekt für das Leben im Allgemeinen. Nicht nur im Kopf passiert etwas. Auch unsere Sinne werden sensibler. Der Geruchsinn, die Sensibilität der Haut, die Augen- alles wird sinnlicher und feiner. Und was ich natürlich auch nicht von der Hand weisen kann, sind die körperliche Veränderungen. In  meinem aktuellen Ebook erfährst Du alles zum Thema: Jüngere und schönere Haut, dank Rohkost und Co. 

Kann dies alleine durch das Genießen von hauptsächlich lebendiger Nahrung geschehen? Ich betone immer wieder das Wort „lebendig“. Das Erwärmen ab 45  Grad und darüber hinaus, vernichtet wertvolle Enzyme und andere Nährstoffe. Auch Pflanzen sind lebende Materie, wenn auch mit einem anderen Bewusstsein als der Mensch oder das Tier. Wenn Du Obst und Gemüse erhitzt, werden deren Atome und Moleküle durcheinander gebracht. Die Lebenskraft und die Intelligenz der Pflanzen ist erloschen. Die komplexen Information der Pflanze, welche sie am Leben erhielt, ist durch die Hitze eliminiert worden. Selbst wenn wir einen  Apfel vom Baum pflücken und in Stücke schneiden, beinhaltet er noch alle Informationen, und er ist dank seiner Samen in der Lage sich fortzupflanzen. Früchte und Gemüse reifen weiter, auch wenn sie nicht mehr am Baum oder Strauch hängen. Deren Nährstoffgehalt – und Zusammensetzung ändern sich fortlaufend, auch wenn sie in unserer Küche weiter reifen und dann irgendwann faulig werden, falls sie vorher nicht verzehrt werden.

Wenn wir die Nahrung nur als eine Quelle von Kohlehydraten, Eiweiß und Fetten betrachten, ist das eine sehr eingeschränkte Sichtweise . Nahrung ist auch eine Art von Information. Unsere Zellen sind fortwährend in einer Kommunikation miteinander. Die Wissenschaft hat irgendwann die sogenannten “Phytonährstoffe“ entdeckt. Dazu gehören u.a Karotinoide, Bioflavoniode und Polyphenole. Es existieren allerdings weitere, tausende von Phytonährstoffen im frischen Obst und Gemüse.  Sie werden im allgemeinen nicht als die essentiellen Nährstoffe betrachtet, aber es ist bewiesen, dass sie vor Krankheiten schützen und den Alterungsprozess verlangsamen. Das sind die Nährstoffe, welche auch mit unseren Zellen “kommunizieren“- aber nur solange die Pflanze bzw. deren Früchte noch “lebendig“ sind. Besonders lokales Bio-Obst und Gemüse beinhalten noch viele Phytonährstoffe,

Jedes frei lebende Tier genießt seine Nahrung in seinem rohen Zustand und jedes Tier in freier Natur frisst die Nahrung, welches für seinen Stoffwechsel die Richtige ist. Die Kuh ist nur glücklich, wenn sie frisches Gras bekommt. In Gefangenschaft bzw. als Lieferant von Milch und Fleisch, ist dies allerdings nicht mehr der Fall. Sie bekommt Soya und Mais als Futter. Das ist eine unnatürliche Nahrung für die Kuh. Genau wie beispielsweise Cheeseburger keine natürliche Nahrung für Menschen sind.

Die Kuh wird somit schnell fett und groß. Das passiert nunmehr auch einem großen Teil der menschlichen Weltbevölkerung. Das Fleisch der Kuh hat demnach eine andere Zusammensetzung an Nährstoffen, als wenn sie ganz normales Gras zum Fressen bekäme. Die Qualität des Fleisches ist eine mindere Qualität. Ein Grund mehr, auf Fleisch zu verzichten. Somit erübrigt sich zumindest auch die Frage, warum Fleisch im Allgemeinen nicht roh verzehrt werden sollte. Außer Du kennst  jemanden, der seine Tiere draußen in der Natur hält und die Tiere ihr artgerechtes Futter erhalten, sowie frei von Medikamenten und Hormonen sind.  Ich will hier dennoch nicht den Zeigefinger erheben. Die Entscheidung bleibt Dir selbst überlassen.Wenn Du dich jedoch für die vegane oder roh-vegane Lebensweise entscheiden solltest, dann solltest Du zumindest Vitamin B12 ergänzen und auf genügend Eiweiß achten. Darauf werde ich bald gesondert noch einmal eingehen.

Heutzutage wird unsere Nahrung gekocht, gebacken, gegrillt, in der Mikrowelle zubereitet, pasteurisiert, gegart, gebraten usw.. Ich plädiere für einen Rohkost-Anteil von mindestens 70 Prozent. Ideal sind jedoch um die 80 Prozent. In unserer Gesellschaft ist es jedoch genau andersherum. Es wird vielleicht 30 Prozent frisches Obst und Gemüse gegessen (wenn es hochkommt), und 70 Prozent der Nahrung ist, dank eines Wärmeprozesses, das Leben entzogen worden.

Es existiert in der Tat nicht sehr viel Wissenschaft zu dem Thema “Ernährung mit Rohkost“. Warum auch? Damit lässt sich kaum Geld verdienen. Nach dem Motto: “Nehmen sie lieber teure Medikamente oder Diätpillen. Das ist doch viel bequemer  anstatt täglich und reichlich gesundes Obst und Gemüse zu essen bzw. mühsam Wildpflanzen aus dem Garten zu pflücken!“ Für mich persönlich wäre diese Halbgesundheit viel mühsamer, wenn ich ehrlich sein darf.

Trotzdem habe ich die wenigen wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Thema: „Rohe Nahrung,“ mal kompakt zusammengefasst:

Was sagt die Wissenschaft dazu?

Die Pottenger`s-Katzen

Im Jahre 1932 hat dieser Doktor 900 Katzen in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe bekam nur rohe – und die andere Gruppe ausschließlich gekochte Nahrung. Die Katzen, welche ausschließlich rohe Nahrung bekamen, blieben gesund. Sie wiesen stärkere Knochen auf, spielten gerne und viel und bekamen gesunde Katzenbabies.  Die Gruppe von Katzen, welche nur mit gekochter Nahrung gefüttert wurde, bekamen Krebs, Herzkrankheiten, Osteoporose, Nierenprobleme, Allergien usw.. Sie waren schneller reizbar und deren Nachkommen waren oftmals nicht gesund. Dr. Pottenger verwendete sogar die Exkremente der Katzen als Dünger. Die Pflanzen, welche mit den Exkrementen von gekochter Nahrung gedüngt wurden, waren schwach und die Pflanzen, welche mit den Exkrementen der gesunden Katzen gedünkt wurden, wuchsen normal. Das Experiment führte Pottinger auch noch mit weißen Mäusen durch und er bekam ähnliche Ergebnisse.

Edward Howell und seine Enzym-Experiment

Er startete mit dem Experiment um 1930 und es wurden 55 Jahre geforscht. Was passiert, wenn wir zuwenig Enzyme bekommen, aufgrund des Verzehrs von fast ausschließlich gekochter Nahrung? Dr. Howell entdeckte, das Enzyme die Katalysatoren biologischer Prozesse sind, und das das Leben nicht ohne sie existieren kann. Rohes Obst und Gemüse bündeln Enzyme. Aber das Erhitzen der Nahrung zerstört Enzyme. Enzyme sind extrem empfindlich, wenn Hitze ausgesetzt. Enzyme machen eine effiziente Verdauung erst möglich. Gekochte Nahrung ist nicht nur arm an Enzymen, unser Körper muss auch noch seine eigenen Enzyme aufbrauchen um den Mangel an Enzymen zu kompensieren und um die Nahrung verdauen zu können. Dr. Howell nahm an, dass der Mangel an Enzymen in Verbindung mit den meisten der heutigen, degenerativen Krankheiten steht.

Paul Kouchakoff und das Experiment mit den weißen Blutkörperchen

Im “Institut of Clinical Chemistry“ im schweizerischen Lausanne aus dem  Jahre 1930, hat Paul Kauchakoff herausgefunden, dass die Zahl der weißen Blutkörperchen besorgniserregend ansteigt, wenn fast nur gekochte Nahrung verzehrt wird. Trotzdem wird die chemische Zusammensetzung des Blutes, aufgrund von gekochter Nahrung, nicht auffällig verändert.

Goldot Lewis E. und Jr. and Junko Yasui und ihr Ratten-Expermiment 

Diese beiden Wissenschaftler forschten lange an drei Gruppen von Ratten. Die erste Gruppe von Ratten bekam von Geburt an nur rohe Nahrung, und sie entwickelten sich prächtig. Sie waren energisch, frei von Krankheiten, verspielt und enthusiastisch. In einem hohen Ratten-Alter (ungefähr  vergleichbar mit 80 Menschenjahren), wurden die Ratten getötet um sie aufzuschneiden (ich weiss, die armen Kerlchen). Ihre Organe waren gesund und kaum gealtert.

Die zweite Gruppe von Ratten bekam von Geburt an nur gekochte Nahrung als Futter. Die Ratten wurden übergewichtig und erfuhren Beschwerden, welche wir heute als “Zivilisationskrankheiten“ bezeichnen würden. Sie waren oft erkältet, litten unter Arthritis, schlechtes Sehvermögen, hatten oft Fieber, Herzprobleme oder gar Krebs. Auch wiesen die Ratten ein nervöses und selbstzerstörerisches Verhalten auf, und waren eher bereit sich gegenseitig zu töten, so das sie getrennt werden mussten.  Ihre Nachkommen waren oft kränklich. Auch verstarb die zweite Gruppe Ratten selten eines natürlich Todes, sondern wegen Krankheit. Ihre Organe und das Gewebe wiesen degenerative Erscheinungen auf.

Die dritte Gruppe der Ratten ernährte sich ähnlich wie die zweite Gruppe von Ratten. Auch wiesen sie ähnliche Krankheitsbilder auf. Nur wurde die dritte Gruppe im mittlerinnen Alter (ungefähr 40 Menschenjahre) auf eine Rohkost-Diät gesetzt mit kurzen Perioden des Wasser-Fastens. Innerhalb eines Monats verbesserte sich ihr Gesundheitszustand drastisch. Die Ratten befreiten sich von ihren Beschwerden, schienen enthusiastischer und waren voller Energie. Somit konnten die Wissenschaftler  den Schluss ziehen, dass die Ratten ihre degenerativen Beschwerden aufgrund der naturbelassen Nahrung und des Fastens, rückgängig machen konnten.

 Sir Robert McCarrison und seine Studie an Affen

Dieser Wisenschaftler fütterten die Affen mit ihrer gewohnten Nahrung, allerdings diesmal in gekochter Form. Die sonst so gesunden Affen entwickelten alle organische Probleme. Die Affen litten unter unterschiedliche Geschwüren. Somit hat Sir Robert McCarrison angenommen, dass die Lebensweise mit Rohkost wohl die gesündeste sei.

Der Folge der Pasterisierung von Milch und den Effekt, welche die Milch auf kleine Kälber hat 

Im British Medical Journal  (1960), wurde eine Studie veröffentlicht, in der demonstriert wurde, was passiert, wenn Kälbern ihre eigne Muttermilch nur in pasteurisierter Form, verabreicht wird. Das Ergebnis, nach dem die Kälber die stark hitzebehandelte Milch getrunken haben, war beunruhigend. 90 Prozent der Kälber starben bevor sie ausgewachsen waren.

Meerschweinchen und verarbeitete Nahrung 

Meerschweinchen in Obhut des Menschen sind oft krank. Sie können, wie der Mensch, nicht ihr eigenes Vitamin C im Körper herstellen. Die meisten Tiere können das. Stiner fütterte Meerschweinchen mit ihrer biologischen Nahrung, aber alles in der gekochten Variante. Die Meerschweinchen litten somit folgendermaßen unter Eisenmangel, Skorbut, schlechten Zähnen, Kropfbildung, degenerierten Drüsen oder Arthritis.

Vielleicht konnte ich Dich hiermit ein wenig inspirieren öfters mal auf Rohkost zurück zu greifen.

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Eure

Julia`s Rawsome Lifestyle 🙂 

E-Book Autorin und Ernährungsberaterin
(Coaching, Workshops, Vorträge und Smoothie Shows)

Quellen:

Howell, Edward. Enzyme Nutrition. The Food Enzyme Concept, 1995

Cousens, Garbriel, Conscious Eating, 2000

http://www.naturalnews.com/023401_rats_foods_health.html

http://soilandhealth.org/wp-content/uploads/02/0203CAT/020318elixir/020318elixir-ch4.htm

http://creativitymovement.net/creator_library/english/sl-7.html